Aus überschüssigem Strom wird Wärme
Ein Heizstab ist ein elektrisches Heizelement, das in den Warmwasser- oder Pufferspeicher eingesetzt wird. Steht mehr Sonnenstrom zur Verfügung, als Haus und Batterie gerade aufnehmen, schaltet er sich zu und erwärmt das Wasser.
Technisch ist das der unspektakulärste Baustein im ganzen System. Wirtschaftlich ist er oft der mit dem besten Verhältnis von Aufwand zu Nutzen.
1
Der Haushalt bekommt zuerst
Was gerade im Haus gebraucht wird, hat immer Vorrang. Daran ändert der Heizstab nichts.
2
Danach lädt der Speicher
Ist eine Batterie vorhanden, wird sie zuerst gefüllt. Gespeicherter Strom bleibt flexibler als warmes Wasser.
3
Erst dann kommt der Heizstab
Was jetzt noch übrig ist, würde ohne ihn ins Netz gehen. Stattdessen wandert es in den Warmwasserspeicher.
4
Abends nutzen Sie die Wärme
Beim Duschen oder Spülen kommt Warmwasser, das tagsüber mit eigenem Strom erzeugt wurde.
Ehrlich gesagt: nicht für jeden
Ein Heizstab ist kein Allheilmittel und ersetzt keine Heizung. Er lohnt sich dort, wo regelmäßig Überschuss anfällt und ein Warmwasserspeicher vorhanden ist. Zwei Punkte, die wir vorher prüfen.
Sinnvoll, wenn
- Ihre Anlage regelmäßig mehr liefert, als Haus und Speicher aufnehmen
- ein Warmwasser- oder Pufferspeicher vorhanden ist
- Warmwasser bisher mit Gas, Öl oder Netzstrom erzeugt wird
- Sie den Eigenverbrauch mit überschaubarem Aufwand erhöhen wollen
Eher nicht, wenn
- Ihre Anlage klein ist und kaum Überschuss anfällt
- eine Wärmepumpe das Warmwasser bereits effizient erzeugt
- kein geeigneter Speicher vorhanden ist und der Umbau unverhältnismäßig wäre
- Sie den Überschuss lieber ins Laden des Autos stecken